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Veranstaltung

Schwyzer Zither: Musik und Geschichte(n).

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mit Irene Nideröst und Angela Dettling

Die Schwyzer Zither galt als fast ausgestorben, bis Josef Betschart sie in den 1970er-Jahren wieder nachbaute. Die Zithergruppe «Schwyzerholz», gegründet von Irene Nideröst, trägt seit vielen Jahren massgeblich zur Wiederbelebung bei. Die Zither erzeugt ihren einzigartigen Klang durch das ständige Mitklingen einiger Grundtöne, den sogenannten Borduntönen, wie man sie auch vom Dudelsack kennt. Das «Kratzen» mit dem Plektrum über die Saiten ermöglicht ein schnelles, rassiges Spielen der meist überlieferten Volkstänze. Irene Nideröst entdeckte das Instrument 1977, lernte das Spiel und widmete sich seiner Erhaltung. Seit 1991 existiert ihre Gruppe, die heute noch aktiv ist.

Die Historikerin Angela Dettling führt durch das Programm, während Irene Nideröst mit ihrer Zithergruppe den einzigartigen Klang des traditionellen Instruments live erlebbar macht.

  • Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt – online Reservationen haben Vorrang.
  • Eintritt inkl. Einführung & Konzert CHF 13 für Erwachsene.
  • Kostenlos für Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre.

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Zeughausstrasse 5
6430 Schwyz

Dieser Anlass liegt in der Vergangenheit.

accessibility.sr-only.person_card_info Kontakt

+41 41 819 60 11

Irene Nideröst

Irene Nideröst ist 1945 geboren und mit 3 Geschwistern in Siebnen aufgewachsen. Schon in früher Kindheit hatte sie den Wunsch, Klavier spielen zu können. Stattdessen bekam sie eine Blockflöte und durfte beim Dorflehrer den Unterricht besuchen. Später lernte sie auf der Gitarre Lieder begleiten. 1967 kam sie durch Heirat nach Schwyz und wurde Mutter von 3 Kindern. 1977 kaufte sie sich eine Akkordzither, kurz darauf lernte sie per Zufall die Schwyzer Zither kennen. Da in der Familie ihrer Grosseltern Zither und Mandoline gespielt worden war, ist da offenbar etwas erwacht. 1978 lernte sie beim damaligen Zitherbauer Josef Betschart in Schwyz das Spielen auf der Schwyzer Zither. Von ihm übernahm sie auch den Auftrag, ihr Wissen weiterzugeben. Sie begann, Bücher über Musiktheorie zu studieren und schrieb Noten und Lektionenblätter für den Unterricht.

Mit der Zeit wurde Irene Nideröst an verschiedenen Musikschulen engagiert und entwickelte ein Zither-Schulheft für Kinder. Daneben lernte sie autodidaktisch weitere Instrumente spielen wie Mandoline, Streichpsalter, Konzertzither, Raffele, Altflöte, Ukulele. Auch das Gitarrenspiel wurde weiterentwickelt, das sie dann ebenfalls, wie die Blockflöte, unterrichten konnte.

1991 wurde mit ehemaligen Schülerinnen die Zithergruppe «Schwyzerholz» gegründet, die bis heute erfolgreich unterwegs ist. 10 Jahre später entstand das «Kleine Dessertorchester» mit Akkordzithern und diversen Saiteninstrumenten. Die Musikstücke werden alle von Irene Nideröst arrangiert und aufgeschrieben. In diesen Tagen hat sie den 80. Geburtstag gefeiert und hofft, dass sie noch lange bei guter Gesundheit ihr Musikhobby ausüben kann.

Angela Dettling

Angela Dettling, promovierte Historikerin, ist Schwyzerin und lebt in Schwyz. Sie leitet den Fachbereich Vermittlung im Museum Aargau und macht seit 20 Jahren Führungen zu verschiedenen Themen durch ihren Heimatort.
Seit 42 Jahren ist Musik ein wichtiger Begleiter in ihrem Leben. Vor 2 Jahren hat sie angefangen, Schwyzer Zither zu lernen, auf einem 100-jährigen Instrument, gebaut von einem Vorfahren aus dem Muotathal.

Die Ausstellung

Bereit für ein musikalisches Abenteuer? Die interaktive Ausstellung lädt dazu ein, die faszinierende Geschichte der Schweizer Volksmusik zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen vier typische Elemente der Schweizer Musikkultur: Schwyzerörgeli, Alphorn, Hackbrett und Jodelgesang.

Volksmusik und -lieder, wie wir sie heute kennen, waren keineswegs schon immer da. Die Ausstellung zeigt, wie Melodien wandern, sich Stile vermischen und der «Mythos Volksmusik» entstanden ist. Historische Exponate, Klangbeispiele und Porträts von Musikerinnen und Musikern machen diesen Entstehungsprozess greifbar.

Vom traditionellen Ländler bis zur innovativen «Neuen Schweizer Volksmusik» – hier wird die ganze Vielfalt präsentiert. Wer möchte, kann selbst Instrumente ausprobieren, Jodeln oder gar das Tanzbein schwingen.

Details zur Ausstellung