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Experten-Führung

Der Modeberg Europas: Die Rigi in der Belle Époque

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mit Erich Ketterer, Goldauer Rigi-Kenner

Als der Alpentourismus in Mode kam, erlangte die Rigi dank ihrer guten Erreichbarkeit und der grandiosen Aussicht eine unvorstellbare Popularität. Vor 150 Jahren existieren auf der «Königin der Berge» bereits Dutzende Hotelbetriebe mit insgesamt über 2000 Gästebetten und drei Eisenbahn-Transportanlagen. Ein Tummelplatz der «Reichen und Schönen». Auf der Dialogführung erfahren Sie, wie

Adlige, Industrielle, Künstlerinnen und Künstler sowie Intellektuelle aus ganz Europa die einzigartigen Sonnenaufgänge genossen und die Rigi zur Bühne einer neuen Reisekultur wurde, in der Naturerlebnis, Komfort und gesellschaftliche Inszenierung eng miteinander verbunden waren.

  • Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt – online Reservationen haben Vorrang.
  • Eintritt inkl. Führung CHF 13 für Erwachsene
  • Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Zeughausstrasse 5
6430 Schwyz

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Erich Ketterer

Erich Ketterer aus Goldau ist Lokalhistoriker, Autor und engagierter Kulturvermittler. Er erforscht seit vielen Jahren die Geschichte der Gemeinde Arth und macht sie in Büchern, Vorträgen und Dorfrundgängen einem breiten Publikum zugänglich. Als Mitgestalter kultureller Projekte verbindet er fundierte Recherche mit lebendiger Erzählkunst.

Die Ausstellung

Wie wurde die Schweiz zum beliebten Reiseziel? Die Ausstellung führt die Besuchenden auf eine Zeitreise durch prägende Stationen der Schweizer Tourismusgeschichte – von den Grand Tours englischer Aristokraten bis zu den Instagram-Hotspots unserer Zeit. Unterwegs begegnen sie wegweisenden Ereignissen, die das Reisen in die Schweiz ermöglicht, gefördert, zeitweise verhindert und grundlegend verändert haben.

Im Zuge von Aufklärung und Romantik wandelte sich das Alpenland vom Transitraum zum Reiseziel. Die alpine Landschaft wird als Ort unberührter Natur und Sicherheit idealisiert. Bis heute prägt dieses Bild das touristische Selbstverständnis der Schweiz. Die Ausstellung erzählt von frühen Reisenden wie Johann Wolfgang von Goethe, von Besteigungen noch unbezwungener Viertausender durch britische Alpinisten sowie von den luxuriösen Hotelpalästen der Belle Époque. Im 20. Jahrhundert wird das Reisen endgültig zum Massenphänomen – von der Camping-Reise ins Tessin bis zum Skiurlaub in den Bergen. 

Heute steht die Tourismusbranche im Spannungsfeld zwischen Erfolg und Verantwortung: Klimawandel, globale Krisen und Digitalisierung verändern das Reisen kontinuierlich. Themen wie Schneemangel, «Kalte Betten» und «Overtourism» sind Herausforderungen, denen sich die Tourismusindustrie zu stellen hat. Die Ausstellung bietet Raum, über das eigene Reiseverhalten und die Zukunft des Reiselands Schweiz nachzudenken.

Details zur Ausstellung