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Experten-Führung

Die Alpen im Kopf: Eine philosophische Reise durch die Tourismusgeschichte

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mit Prof. Dr. Jens Badura, Philosoph

Die Alpen sind nicht nur ein geographischer Raum, der sich durch markante Geomorphologie auszeichnet. Sie sind auch ein kultureller Raum, der durch vielfältige «imaginäre Souvenirs» geprägt ist: Durch «Narrative Mitbringsel», die Soldaten, Pilger oder Handelsreisende wie dann später auch Touristinnen und Touristen seit der Antike in Form von Berichten und Geschichten aus den Alpen im geistigen Gepäck hatten. Diese prägen bis heute unser Bild von «den Alpen» und manifestieren sich nicht selten in Form wirkmächtiger Klischees, die den Blick auf «die Alpen» lenken und einen oft verzerrten Blick auf die Realität und die Angemessenheit von Erwartungshaltungen zur Folge haben.

In der Dialogführung geht es darum, entlang ausgewählter Beispiele in der Ausstellung gemeinsam nachzuvollziehen, wie der Alpentourismus zum zeitgenössischen Verständnis des alpinen Raums beigetragen hat – und was dies für die zukünftige Entwicklung des Tourismus in den Alpen, aber auch mit Blick auf die Wirkmacht der Bilder im Kopf generell heissen könnte.

  • Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt – online Reservationen haben Vorrang.
  • Eintritt inkl. Führung CHF 13 für Erwachsene
  • Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Zeughausstrasse 5
6430 Schwyz

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+41 41 819 60 11

Prof. Dr. Jens Badura

Prof. Dr. Jens Badura ist Philosoph mit Schwerpunkten im Bereich praxisorientierter Kulturtheorie und Ästhetik. Er leitet den BA Creative Transformation am Departement Design Film Kunst der Hochschule Luzern und ist dort Mitglied der Forschungsgruppen «Transformation Design» und «Postdisciplinary Art Research». Zudem ist er Co-Leiter des Forschungskollegs am Urner Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern und kuratiert zugleich den Arbeitsbereich «Alpine Futures Literacy».

Die Ausstellung

Wie wurde die Schweiz zum beliebten Reiseziel? Die Ausstellung führt die Besuchenden auf eine Zeitreise durch prägende Stationen der Schweizer Tourismusgeschichte – von den Grand Tours englischer Aristokraten bis zu den Instagram-Hotspots unserer Zeit. Unterwegs begegnen sie wegweisenden Ereignissen, die das Reisen in die Schweiz ermöglicht, gefördert, zeitweise verhindert und grundlegend verändert haben.

Im Zuge von Aufklärung und Romantik wandelte sich das Alpenland vom Transitraum zum Reiseziel. Die alpine Landschaft wird als Ort unberührter Natur und Sicherheit idealisiert. Bis heute prägt dieses Bild das touristische Selbstverständnis der Schweiz. Die Ausstellung erzählt von frühen Reisenden wie Johann Wolfgang von Goethe, von Besteigungen noch unbezwungener Viertausender durch britische Alpinisten sowie von den luxuriösen Hotelpalästen der Belle Époque. Im 20. Jahrhundert wird das Reisen endgültig zum Massenphänomen – von der Camping-Reise ins Tessin bis zum Skiurlaub in den Bergen. 

Heute steht die Tourismusbranche im Spannungsfeld zwischen Erfolg und Verantwortung: Klimawandel, globale Krisen und Digitalisierung verändern das Reisen kontinuierlich. Themen wie Schneemangel, «Kalte Betten» und «Overtourism» sind Herausforderungen, denen sich die Tourismusindustrie zu stellen hat. Die Ausstellung bietet Raum, über das eigene Reiseverhalten und die Zukunft des Reiselands Schweiz nachzudenken.

Details zur Ausstellung