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Experten-Führung

Nachhaltiger Tourismus: Utopie oder Realität?

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mit Stefan Forster, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, ZHAW

Die Tourismusbranche gehört globale zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen. Der Tourismus trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei und kann den Wohlstand fördern. Allerdings ist der Tourismus gesellschaftlich und ökologisch problematisch. Durch negative Auswirkungen in den Destinationen, stellt sich die Frage nach der Zukunft des Reisens unmittelbar und dringlich. Die Forderung nach Nachhaltigkeit im Tourismus ist ein alternativloses Gebot der Stunde.

Diverse positive Beispiele aus der Tourismusbranche untermauern, dass die Zeitenwende hin zu mehr Nachhaltigkeit erkannt ist. Weil die Tourismusfrequenzen an vielen Orten stetig steigen, müssen sich alle Akteurinnen und Akteuren aus dem Tourismussystem aber auch ernsthaft über die Frage unterhalten, wann es genug ist.

  • Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt – online Reservationen haben Vorrang.
  • Eintritt inkl. Führung CHF 13 für Erwachsene
  • Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Zeughausstrasse 5
6430 Schwyz

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Stefan Forster

Stefan Forster hat an der Universität Bern Geografie und Geschichte studiert. Heute ist er Professor am Institut Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). An der ZHAW leitet er den Bereich Tourismus und Nachhaltige Entwicklung mit einer Aussenstelle am Schamserberg im Kanton Graubünden. Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte an der ZHAW sind in den Bereichen der nachhaltigen Tourismusentwicklung und allgemein im Themenfeld der sozioökonomischen Herausforderungen im Berggebiet.
Forster ist zudem Präsident des Vereins graubünden Cultura (Entwicklung und Förderung des Kulturtourismus in GR) und Mitglied des Markenrates Graubünden. Er lebt mit seiner Familie in Chur.

Die Ausstellung

Wie wurde die Schweiz zum beliebten Reiseziel? Die Ausstellung führt die Besuchenden auf eine Zeitreise durch prägende Stationen der Schweizer Tourismusgeschichte – von den Grand Tours englischer Aristokraten bis zu den Instagram-Hotspots unserer Zeit. Unterwegs begegnen sie wegweisenden Ereignissen, die das Reisen in die Schweiz ermöglicht, gefördert, zeitweise verhindert und grundlegend verändert haben.

Im Zuge von Aufklärung und Romantik wandelte sich das Alpenland vom Transitraum zum Reiseziel. Die alpine Landschaft wird als Ort unberührter Natur und Sicherheit idealisiert. Bis heute prägt dieses Bild das touristische Selbstverständnis der Schweiz. Die Ausstellung erzählt von frühen Reisenden wie Johann Wolfgang von Goethe, von Besteigungen noch unbezwungener Viertausender durch britische Alpinisten sowie von den luxuriösen Hotelpalästen der Belle Époque. Im 20. Jahrhundert wird das Reisen endgültig zum Massenphänomen – von der Camping-Reise ins Tessin bis zum Skiurlaub in den Bergen. 

Heute steht die Tourismusbranche im Spannungsfeld zwischen Erfolg und Verantwortung: Klimawandel, globale Krisen und Digitalisierung verändern das Reisen kontinuierlich. Themen wie Schneemangel, «Kalte Betten» und «Overtourism» sind Herausforderungen, denen sich die Tourismusindustrie zu stellen hat. Die Ausstellung bietet Raum, über das eigene Reiseverhalten und die Zukunft des Reiselands Schweiz nachzudenken.

Details zur Ausstellung