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Experten-Führung

Tourismus in Krisenzeiten: Von den Weltkriegen bis zur Corona-Pandemie

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mit Anna Amacher Hoppler, Historikerin, Dozentin und Projektleiterin an der Hochschule Luzern

Wie hat sich die Schweiz zu einem Reiseland par excellence entwickelt? Als Wirtschaftszweig, der unmittelbar von globalen Ereignissen wie Wechselkursschwankungen, Mobilitätssperren, Kriegen, Umweltkatastrophen oder Pandemien betroffen ist, ist der Tourismus einen volatilen Geschäftsgang gewohnt. Allerdings hat er sich seiner Anpassungsfähigkeit an langfristige Änderungen in den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Menschen, in den kulturellen Vorstellungen zum Reisen oder neuen technischen Möglichkeiten stets als wichtigen Sektor behauptet. Die Führung beleuchtet die Wirkung von Krisen seit den Weltkriegen bis heute für das Tourismusland Schweiz.

  • Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt – online Reservationen haben Vorrang.
  • Eintritt inkl. Führung CHF 13 für Erwachsene
  • Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Zeughausstrasse 5
6430 Schwyz

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Anna Amacher Hoppler

Anna Amacher Hoppler ist Historikerin, Dozentin und Projektleiterin an der Hochschule Luzern. Sie forscht und lehrt zu nachhaltigem Tourismus, Destinationsmanagement und Tourismuspolitik. Als Projektleiterin begleitet sie Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen der «Neuen Regionalpolitik» und engagiert sich für die Verankerung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Praxis

Die Ausstellung

Wie wurde die Schweiz zum beliebten Reiseziel? Die Ausstellung führt die Besuchenden auf eine Zeitreise durch prägende Stationen der Schweizer Tourismusgeschichte – von den Grand Tours englischer Aristokraten bis zu den Instagram-Hotspots unserer Zeit. Unterwegs begegnen sie wegweisenden Ereignissen, die das Reisen in die Schweiz ermöglicht, gefördert, zeitweise verhindert und grundlegend verändert haben.

Im Zuge von Aufklärung und Romantik wandelte sich das Alpenland vom Transitraum zum Reiseziel. Die alpine Landschaft wird als Ort unberührter Natur und Sicherheit idealisiert. Bis heute prägt dieses Bild das touristische Selbstverständnis der Schweiz. Die Ausstellung erzählt von frühen Reisenden wie Johann Wolfgang von Goethe, von Besteigungen noch unbezwungener Viertausender durch britische Alpinisten sowie von den luxuriösen Hotelpalästen der Belle Époque. Im 20. Jahrhundert wird das Reisen endgültig zum Massenphänomen – von der Camping-Reise ins Tessin bis zum Skiurlaub in den Bergen. 

Heute steht die Tourismusbranche im Spannungsfeld zwischen Erfolg und Verantwortung: Klimawandel, globale Krisen und Digitalisierung verändern das Reisen kontinuierlich. Themen wie Schneemangel, «Kalte Betten» und «Overtourism» sind Herausforderungen, denen sich die Tourismusindustrie zu stellen hat. Die Ausstellung bietet Raum, über das eigene Reiseverhalten und die Zukunft des Reiselands Schweiz nachzudenken.

Details zur Ausstellung